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In eigener Sache

Homeoffice: Digital durch die Krise kommen

Wie digital ist Deutschland? Nicht nur für die Daseinsvorsorge wird die Corona-Krise zum Lackmustest. Im Bereich der Digitalisierung deckt sie ebenfalls schonungslos Defizite und Versäumnisse auf. Auch wenn sich das Lagebild so schnell ändert, dass kurz- bis mittelfristige Prognosen so gut wie unmöglich werden – eines scheint sicher: SARS-CoV-2 wird zum zusätzlichen Katalysator für die digitale Transformation.

Effizientes Arbeiten im Homeoffice

Wurden digitale Nomaden vor wenigen Jahren noch belächelt, entwickelt sich der „New Way of Work“ spätestens in der Corona-Krise zum Goldstandard. Keine Frage, längst nicht alle Jobs lassen sich zum Schutz vor dem Covid-19-Erreger ins Homeoffice verlegen. Doch wer kann, hat jetzt die Chance, vom heimischen Schreibtisch aus wertvolle Beiträge zu leisten, damit der Betrieb durch die Krise kommt. Dafür gibt es zahlreiche sehr nützliche Werkzeuge. Viele davon sind in der gegenwärtigen Krise sogar entweder kostenfrei oder zu Sonderkonditionen nutzbar. 

Collaboration-Tools  

Um zu verhindern, dass im Homeoffice aus Social Distancing regelrechte Isolation wird, bietet der Markt eine große Auswahl empfehlenswerter Collaboration-Tools für die virtuelle Zusammenarbeit. Diese lassen sich beispielsweise als übersichtliche und leistungsfähige E-Mail-Alternative einsetzen, in der Regel können sie allerdings weitaus mehr. 

Microsoft Teams

Die umfassende Lösung zur Zusammenarbeit verteilter Mitarbeiter ist in die Office-365-Office-Suite (mit den bekannten Microsoft Office-Komponenten Word, Excel, PowerPoint und OneNote sowie Skype) integriert. Sie ermöglicht Chat, Besprechungen, Notizen und das einfache Handling von Dateien über die Cloud.  

Aktuell stellt Microsoft seine Teams-Software für sechs Monat gratis bereit.

https://docs.microsoft.com/de-de/microsoftteams/e1-trial-license

Google G Suite

Ähnlich mächtig ist das Software-Paket, welches Konkurrent Google unter dem Namen „G Suite“ offeriert. Unter anderem mit Gmail, Google Kalender, Google Drive, Hangouts, Google Docs, Sheets, Slides und Forms ausgestattet, hat man für fast jede denkbare Situation das passende Werkzeug aus der Wolke. 

Während der Corona-Krise gewährt Google G-Suite-Kunden kostenlosen Zugriff auf Funktionen, die im Normalfall zum Premium-Paket gehören. Das erlaubt beispielsweise Video- und Telefonkonferenzen für bis zu 250 Teilnehmer, Live-Streaming mit bis zu 100.000 Teilnehmern sowie die Aufzeichnung von virtuellen Meetings.

https://cloud.google.com/blog/products/g-suite/helping-businesses-and-schools-stay-connected-in-response-to-coronavirus

Zoho Remotely  

Homeoffice-Spezialist Zoho hat mit Remotely eine umfangreiche Sammlung an Tools im Programm, welche die Heimarbeit leichter machen und mit denen Teams gemeinsam an Dokumenten arbeiten können. Bis zum 1. Juli 2020 stellt Zoho seine Software-Suite kostenlos zur Verfügung. 

https://www.zoho.com/de/remotely

Mentoring und Fernwartung 

Aller Anfang ist schwer. Das gilt für Mitarbeiter, die zum ersten Mal ohne direkten Zugriff auf das IT-Service-Personal arbeiten müssen, ganz besonders. Doch ihnen kann geholfen werden – via Fernwartung. Zum Beispiel mithilfe der aus Deutschland kommenden Fernwartungssoftware für Screen-Sharing, Videokonferenzen, Dateitransfer und VPN namens „Teamviewer“. Unternehmen können aktuell die eigentlich für Privatanwender vorgesehene Gratisversion nutzen, wie die PC-Welt berichtet hat. Eine Einschränkung soll es lediglich bei der Anzahl der gleichzeitigen Verbindungen geben (maximal 150). In den meisten Fällen sollte das jedoch kein Problem darstellen. 

https://www.teamviewer.com/de/produkte/teamviewer

Fazit

Wer dieser Tage ins Homeoffice wechselt, kann sich das Leben mit so vielen praktischen digitalen Werkzeugen erleichtern wie niemals zuvor. Es liegt in der Natur der Sache, dass Software-Hersteller darauf spekulieren, dass Anwender und Firmen auf den Geschmack kommen und nach der Krise – nach dem Auslaufen von Sonderkonditionen – dabei bleiben. Aber seien wir mal ehrlich: Wer schon in der Vergangenheit mit einem großen Teil seiner Prozesse in die Cloud umgezogen ist und konsequent auf Collaboration-Tools gesetzt hat, dem dürfte die momentane Lage ein Stück weit weniger Sorgenfalten bereiten.

Übrigens: Wir erhalten von keinem der hier erwähnten Hersteller Vergütungen, Zuwendungen oder Vergünstigungen – weder für die Präsentation noch für die Verlinkung. Und natürlich sind alle hier gemachten Angaben ohne Gewähr. 

Autor: Michael Graef, Chefredakteur HDT-Journal, 24.03.2020

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